Discussion:
Festlandchina macht Fortschritte bei der Kernfusion
(zu alt für eine Antwort)
Arne Luft
2017-07-13 19:33:05 UTC
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Die festlandchinesischen Forscher in Heifei, die am dortigen
Kernfusionszentrum mit einem Tokamak-Reaktor daran arbieten, die
Brenndauer einer kontrollierten Kernfusion zu verlängern, haben diesen
Monat einen neuen Rekord von 100 Sekunden aufgestellt.

Das ist doppelt solange wie der bisherige. Fachleute dort sagen, dass
sie die Brenndauer alle 16 bis 17 Monate verdoppeln wollen. Ihre
nächste Zielmarke sind 1000 Sekunden.

Für die längere Zukunft sagen sie, in 50 bis 60 Jahren hoffen sie, im
Geschäft zu sein.*)

Die Tokamak-Technologie war 1950 von den sowjetischen Forschern
erfunden worden. Im Westen kam das Verfahren ins Hintertreffen, weil
sie das Geld für die Entwicklung für was anderes zu brauchen glaubten.

Die chinesischen Forscher sagen, sie wären deshalb im Vorteil, weil es
ihnen gelungen sei, die für die Spulen notwendigen feinen Drähte in
Masse herzustellen. Die Drähte sind teuer. Einer kostet 30.000 Yuan
(ca. 4000 Euro), aber ich weiß nichts näheres darüber wie Gewicht oder
Länge.

In ein paar Jahren (2020) wollen sie eine größere Anlage bauen, mit
der die Möglichkeit, Strom durch Kernfusion zu erzeugen, getestet
werden soll. Die Bauzeit wird mit 6 Jahren angeben.


Der am weiter oben angesprochenen Zeitplan von 50 Jahren bis zur
generellen Anwendung wird von einigen Wissenschaftlern angezweifelt.
Allerdings nicht aus technischen oder grundsätzlichen Gründen, sondern
weil die Politik sich ändern könnte, die Weltwirtschaft zusammenbricht
oder ein Unglück passieren könnte, mit der die Kernfusion in Verruf
gebracht wird.





*) Das wiederum würde Frankreich dazu zwingen, sein Verbot des
Benzinverkauf von 2040 auf 2070 zu verschieben, was wiederum Merkel's
CO2-freie Stromerwartung von 2080 bis 2100 Wirklichkeit werden lassen
könnte. Allerdings anders, als sie sich das ursprünglich gedacht
hatte.
Stefan Heimers
2017-07-14 07:39:34 UTC
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Post by Arne Luft
Für die längere Zukunft sagen sie, in 50 bis 60 Jahren hoffen sie, im
Geschäft zu sein.*)
Nur, dass in 60 Jahren keiner mehr bereit sein wird überteuerten Netzstrom
zu kaufen.
Arne Luft
2017-07-14 08:42:51 UTC
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On Fri, 14 Jul 2017 09:39:34 +0200, Stefan Heimers
Post by Stefan Heimers
Post by Arne Luft
Für die längere Zukunft sagen sie, in 50 bis 60 Jahren hoffen sie, im
Geschäft zu sein.*)
Nur, dass in 60 Jahren keiner mehr bereit sein wird überteuerten Netzstrom
zu kaufen.
Du meinst, jedes Elektrostahlwerk und jede Aluschmelze hat dann seine
eigenen Windmühlen, die von Magieren am Laufen gehalten werden, die je
nach Bedarf den Wind kräftiger oder schwächer wehen lassen?





Und in China oder Indien braucht eh niemand Strom, weil sich dort der
Verleih von Allem durchgesetzt hat, quasi so eine Art neuer
Kommunismus auf Share-Basis.

Laßt uns zum Heiligen Autarkius beten, damit demnächst jeder von allem
unabhängig ist und sein Getreide mit seiner eigenen Scheiße und der
der Zwergschweine, die er unter seinem Bett hält, gedüngt auf dem
Balkon anbauen kann.


Oder um welchen Spezialfall ging es dir, den du auf das Universum
hochrechnen wolltest?
Stefan Heimers
2017-07-14 09:49:31 UTC
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Post by Arne Luft
Post by Stefan Heimers
Nur, dass in 60 Jahren keiner mehr bereit sein wird überteuerten Netzstrom
zu kaufen.
Du meinst, jedes Elektrostahlwerk und jede Aluschmelze hat dann seine
eigenen Windmühlen, die von Magieren am Laufen gehalten werden, die je
nach Bedarf den Wind kräftiger oder schwächer wehen lassen?
Bei uns hatten die früher zum Teil eigene Wasserkraftwerke. Bis die
Neoliberalen auf die Idee gekommen sind die einzelnen Bereiche separat zu
verkaufen um möglichst viel Gewinn herauszuholen.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Lonza-und-das-schwere-Erbe-von-Blocher-und-Ebner/story/13743613
Arne Luft
2017-07-14 10:16:12 UTC
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On Fri, 14 Jul 2017 11:49:31 +0200, Stefan Heimers
Post by Stefan Heimers
Post by Arne Luft
Post by Stefan Heimers
Nur, dass in 60 Jahren keiner mehr bereit sein wird überteuerten Netzstrom
zu kaufen.
Du meinst, jedes Elektrostahlwerk und jede Aluschmelze hat dann seine
eigenen Windmühlen, die von Magieren am Laufen gehalten werden, die je
nach Bedarf den Wind kräftiger oder schwächer wehen lassen?
Bei uns hatten die früher zum Teil eigene Wasserkraftwerke. Bis die
Neoliberalen auf die Idee gekommen sind die einzelnen Bereiche separat zu
verkaufen um möglichst viel Gewinn herauszuholen.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Lonza-und-das-schwere-Erbe-von-Blocher-und-Ebner/story/13743613
Flachland ist zum ackern da und im Gebirge, wo das nicht geht, wird
dann die Schwerindustrie angesiedelt, um lange Leitungen zu sparen.

Mach mal ein globales Planungsinstitut auf, dass die Welt von ihren
Irrtümern heilt.

Zuerst müßt ihr Schweizer aber das obere Engadin fluten, damit die
Deutschen ihren Zappelstrom zwischenlagern können. Soviel Solidarität
muß sein.
Fritz
2017-07-14 14:18:09 UTC
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Post by Arne Luft
Und in China oder Indien braucht eh niemand Strom, weil sich dort der
Verleih von Allem durchgesetzt hat, quasi so eine Art neuer
Kommunismus auf Share-Basis.
Ach darum ist Asien Nachts so stockdunkel ....

<http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/satellitenbild-der-woche-nacht-ueber-chinas-metropolen-a-737202.html>

<https://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article111849893/So-laesst-der-Mensch-die-Erde-bei-Nacht-leuchten.html>

<http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/lichtverschmutzung-satellit-zeigt-wie-die-nacht-verschwindet-a-1096547.html>
--
Fritz
Usenet Akronyme auf Alpenländisch:
PLUMPS = PLONK (im österreichischen Dialekt)
Hierconf(s) ~ DHDDDODH = do hockn de do de oiweu do hockn
René Schuster
2017-07-21 16:30:53 UTC
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Post by Stefan Heimers
Post by Arne Luft
Für die längere Zukunft sagen sie, in 50 bis 60 Jahren hoffen sie,
im Geschäft zu sein.*)
Nur, dass in 60 Jahren keiner mehr bereit sein wird überteuerten
Netzstrom zu kaufen.
Strom aus Massenproduktion wird immer billiger sein als "Kleinserie".
--
rs
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