Discussion:
Agora Energiewende: EEG-Umlage wird auf ueber 7 Cent/kWh steigen
(zu alt für eine Antwort)
Arne Luft
2016-07-24 22:05:36 UTC
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Raw Message
Agora Energiewende, das ist der EE-Absahnerlobbyverein aus dem die
rechte Umwelthand Baake von Fettes Kaninchen herausgekrochen ist, sagt
für 2017 einen Anstieg der EEG-Umlage von derzeit 6,35 Eurocent/kWh
auf 7,1 bis 7,3 Cent voraus.

Der Strompreis solle deshalb nicht steigen, sagt deren Oberfuzzy
Ex-Staatssekretär Graichen, weil die EVUs die niedrigeren
Großhandelpreise an die Endkunden weitergeben sollten.

Tja, das ist wie mit den Gaspreisen. Die fallen auch nicht sofort,
wenn der Ölpreis sinkt, sondern erst nach und nach, je nachdem wie die
lang- bis mittelfristigen Verträge der Versorger aussehen.



Ich habe den Verdacht, das die EE-Absahner und die Ökse zusammen mit
unserer dummen Bundesregierung die konventionellen Stromerzeuger
langsam aber sicher zur Aufgabe treiben wollen, indem sie ungehemmt
bereits via EEG-Umlage bezahlten Zappelstrom an der Börse verramschen.
Wie das die Saudis beim Öl machen.

Aber ich vermute weiter, das die Volkswirtschaft D das nicht überleben
wird, weil die Lügen der EE-Absahner nicht die physikalische Realität
verändern können.
Arne Luft
2016-07-25 02:39:01 UTC
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Raw Message
On Mon, 25 Jul 2016 00:05:36 +0200, Arne Luft
Post by Arne Luft
Ich habe den Verdacht, das die EE-Absahner und die Ökse zusammen mit
unserer dummen Bundesregierung die konventionellen Stromerzeuger
langsam aber sicher zur Aufgabe treiben wollen, indem sie ungehemmt
bereits via EEG-Umlage bezahlten Zappelstrom an der Börse verramschen.
Wie das die Saudis beim Öl machen.
https://www.netztransparenz.de/de/file/Aktuelle_Daten_zu_den_Einnahmen-_und_Ausgabenpositionen_nach_AusglMechV_Juni_2016.pdf

Die Ausgaben als Folge des EEG beliefen sich vom 1.1. bis 30.6.2016
auf 12,468 Mrd. Euro. Davon waren 12,417 Mrd. Euro finanzielle
Förderung er EE-Absahner.

Die Einnahmen beliefen sich in diesem Zeitraum auf 12,826 Mrd. Euro.
Davon waren 0,57 Mrd. Euro Erlöse aus dem Stromverkauf.

Also, der Strom wurde für ca. 12,4 Mrd. Euro eingekauft und dann für
0,57 Mrd. Euro wieder verkauft.

Die Differenz von 11,83 Mrd. Euro ist Zucker in den Arsch der
EE-Absahner.

Das ist das Geschäft, das die EE-Absahner und ihre Mitgangster uns
gezwungen haben, zu finanzieren.


Da kommen nun noch die Mrd. an MWSt.-Steuer auf die EEG-Umlage in Höhe
von 19% von 11,8 Mrd. Euro = 2,24 Mrd. Euro hinzu. Das ist der Obolus,
den die Schwarze Null einsackt. Der beträgt allein das 4-fache des
Wertes der verkauften Stromes.

Und dann kommen noch all die anderen versteckten Kosten dieser
abgrundtiefen Schweinerei dazu, wie Netzausbau, Netzstabilität,
negative Strompreise etc.


Am 30.6.2016 lag der Kontostand bei 3,689 Mrd. Euro. In Jahr davor war
er zu diesem Zeitpunkt bei 4,28 Mrd. Euro. Juli, August und September
kommen erst noch.
Gunnar Kaestle
2016-07-25 10:42:38 UTC
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Post by Arne Luft
Und dann kommen noch all die anderen versteckten Kosten dieser
abgrundtiefen Schweinerei dazu, wie Netzausbau, Netzstabilität,
negative Strompreise etc.
Negative Strompreise kommen zustande, weil die Ab- und Anfahrkosten von
Grundlastkraftwerken hoch sind im Vergleich zum Durchfahren auch bei
negativen Strompreisen.

https://www.energy-charts.de/price_de.htm
2015 Woche 18 (8.5.)
Die Braunkohle is noch mit 6 GW dabei, weil ein Lastspiel AN-AUS-AN zu
aufwendig wäre für ein paar Stunden.

Obwohl man aus Frankreich weis, dass Kernreaktoren auch in Teillast
gefahren werden können (dort werden sie z.B. als Mittellastkraftwerke
eingesetzt, einfach weil man soviel davon hat), werden sie nur sehr
zaghaft heruntermoduliert: von 6 auf 5 GW.

Gruß,
Gunnar
Gunnar Kaestle
2016-07-25 11:00:29 UTC
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Post by Arne Luft
für 2017 einen Anstieg der EEG-Umlage von derzeit 6,35 Eurocent/kWh
auf 7,1 bis 7,3 Cent voraus.
Der Cal-17 Future liegt momentan bei rund 27 €/MWh. Vor einem Jahr waren
es noch etwa 32 €/MWh. Somit gehen die Erlöse bei der EE-Vermarktung
runter, was das EEG-Konto belastet.

Auf der anderen Seite braucht auch der nicht-regenerative Stromeinkauf
(immerhin 2/3 des Kuchens) nun nur noch mit dem reduzierten Preis
bezahlt werden.

Gruß,
gunnar
Peter Mayer
2016-07-25 12:55:49 UTC
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Raw Message
Post by Gunnar Kaestle
Post by Arne Luft
für 2017 einen Anstieg der EEG-Umlage von derzeit 6,35 Eurocent/kWh
auf 7,1 bis 7,3 Cent voraus.
Der Cal-17 Future liegt momentan bei rund 27 €/MWh. Vor einem Jahr waren
es noch etwa 32 €/MWh. Somit gehen die Erlöse bei der EE-Vermarktung
runter, was das EEG-Konto belastet.
Auf der anderen Seite braucht auch der nicht-regenerative Stromeinkauf
(immerhin 2/3 des Kuchens) nun nur noch mit dem reduzierten Preis
bezahlt werden.
Das heißt, der Preis der Regenerativen steigt für den Verbraucher
weiterhin gegenüber den nicht Regenerativen. Und die Umlage steigt und
steigt und steigt. Sie hat scheinbar, wie die Kernenergie eine negative
Lernkurve.

Dabei ist doch alles so toll, wenn man Deine Beiträge liest. Die
Regenerativen sind die größten, die schönsten und die preiswertesten.
Nur bis zu den Leuten, die die Strompreise erstellen, haben sich Deine
Lobhudeleien noch nicht durchgesprochen.


Gruß Peter
Gernot Griese
2016-07-25 13:13:47 UTC
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Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
Post by Arne Luft
für 2017 einen Anstieg der EEG-Umlage von derzeit 6,35 Eurocent/kWh
auf 7,1 bis 7,3 Cent voraus.
Der Cal-17 Future liegt momentan bei rund 27 €/MWh. Vor einem Jahr waren
es noch etwa 32 €/MWh. Somit gehen die Erlöse bei der EE-Vermarktung
runter, was das EEG-Konto belastet.
Auf der anderen Seite braucht auch der nicht-regenerative Stromeinkauf
(immerhin 2/3 des Kuchens) nun nur noch mit dem reduzierten Preis
bezahlt werden.
Das heißt, der Preis der Regenerativen steigt für den Verbraucher
weiterhin gegenüber den nicht Regenerativen. Und die Umlage steigt und
steigt und steigt. Sie hat scheinbar, wie die Kernenergie eine negative
Lernkurve.
Das kann dir doch egal sein, wenn gleichzeitig der eigentliche
Strompreis fällt. Abgesehen davon, dass letzter gerade wieder steigt und
die Umlage dadurch wieder kleiner wird.

Gernot
--
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Gunnar Kaestle
2016-07-25 14:02:35 UTC
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Raw Message
Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
Post by Arne Luft
für 2017 einen Anstieg der EEG-Umlage von derzeit 6,35 Eurocent/kWh
auf 7,1 bis 7,3 Cent voraus.
Der Cal-17 Future liegt momentan bei rund 27 €/MWh. Vor einem Jahr waren
es noch etwa 32 €/MWh. Somit gehen die Erlöse bei der EE-Vermarktung
runter, was das EEG-Konto belastet.
Auf der anderen Seite braucht auch der nicht-regenerative Stromeinkauf
(immerhin 2/3 des Kuchens) nun nur noch mit dem reduzierten Preis
bezahlt werden.
Das heißt, der Preis der Regenerativen steigt für den Verbraucher
weiterhin gegenüber den nicht Regenerativen. Und die Umlage steigt und
steigt und steigt. Sie hat scheinbar, wie die Kernenergie eine negative
Lernkurve.
Nein die Umlage wird nicht bis ins Unendliche steigen. Da Wind und PV
unter 10 ct/kWh liegen, wird auch die Umlage - selbst wenn einmal 100%
Wind- und PV-Strom verfügbar sind - nicht höher sein als diese 10 ct/kWh
und das auch nur, wenn man von einem durchschnittlichen Börsenstrompreis
von 0 ct/kWh ausgeht.

Die Umlage hat keine negative Lernkurve, weil Du hier den Ausbau-Effekt
betrachten musst. Wind- und Solaranlagen haben eine positive Lernkurve,
also wird, wenn wir mal in einer 100% EE-Welt leben und man nicht mehr
von 30% auf 50% auf 80% auf 100% kommen muss, der Bestandserhalt jedes
Jahr billiger, weil die Reinvestitionen günstiger werden.

Gruß,
Gunnar
Peter Mayer
2016-07-25 15:04:36 UTC
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Raw Message
Post by Gunnar Kaestle
Post by Peter Mayer
Das heißt, der Preis der Regenerativen steigt für den Verbraucher
weiterhin gegenüber den nicht Regenerativen. Und die Umlage steigt und
steigt und steigt. Sie hat scheinbar, wie die Kernenergie eine negative
Lernkurve.
Nein die Umlage wird nicht bis ins Unendliche steigen.
Stimmt, da negative Börsenpreise in die EEG Umlage nicht eingerechnet
werden ist die Höhe der Umlage auf die Höhe der mittleren
Einspeisevergütung begrenzt.
Post by Gunnar Kaestle
Da Wind und PV
unter 10 ct/kWh liegen,
Das ist falsch. Vergütung für PV Anlagen auf Wohngebäuden und
Lärmschutzwänden liegen bis 1 MW Anlagen über 10 Ct/kWh.
Post by Gunnar Kaestle
wird auch die Umlage - selbst wenn einmal 100%
Wind- und PV-Strom verfügbar sind - nicht höher sein als diese 10 ct/kWh
und das auch nur, wenn man von einem durchschnittlichen Börsenstrompreis
von 0 ct/kWh ausgeht.
Auch das ist, so wie es da steht, falsch. Nicht die Vergütung für
Neuanlagen geht in die Umlage ein, sondern die mittlere Vergütung aller
Bestandsanlagen. Und die ist zur Zeit weit höher als 10 Ct/kWh. Nur
unter der Annahme, dass bis zum 100% Ausbau die teueren Altanlagen vom
Netz sind und die mittlere Einspeisevergütung aller dann Bestandsanlagen
unter 10 ct/kWh (Börsenpreis 0) liegen, würde Deine Aussage stimmen.
Post by Gunnar Kaestle
Die Umlage hat keine negative Lernkurve, weil Du hier den Ausbau-Effekt
betrachten musst. Wind- und Solaranlagen haben eine positive Lernkurve,
also wird, wenn wir mal in einer 100% EE-Welt leben und man nicht mehr
von 30% auf 50% auf 80% auf 100% kommen muss, der Bestandserhalt jedes
Jahr billiger, weil die Reinvestitionen günstiger werden.
Ganz so schön ist es nicht. Derzeit werden die Kosten des erneuerbaren
Stroms auf die gesamte Strommenge umgelegt. Das bedeutet, ein Drittel
erneuerbarer Strom wird mit zwei Drittel konventionellem Strom quasi
verdünnt. Ohne den konventionellen Strom wäre die Umlage dreimal höher,
d.h. bei 20 ct/kWh. Wenn wir irgendwann bei 100% Erneuerbaren sind,
werden die Zusatzkosten der Erneuerbaren 1 zu 1 auf den Strompreis
durchschlagen, d.h. die Einspeisevergütung muss noch sehr weit runter
gehen, bis Deine Aussage stimmt.

Gruß Peter
Gernot Griese
2016-07-25 16:24:10 UTC
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Raw Message
Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
Post by Peter Mayer
Das heißt, der Preis der Regenerativen steigt für den Verbraucher
weiterhin gegenüber den nicht Regenerativen. Und die Umlage steigt und
steigt und steigt. Sie hat scheinbar, wie die Kernenergie eine negative
Lernkurve.
Nein die Umlage wird nicht bis ins Unendliche steigen.
Stimmt, da negative Börsenpreise in die EEG Umlage nicht eingerechnet
werden ist die Höhe der Umlage auf die Höhe der mittleren
Einspeisevergütung begrenzt.
Post by Gunnar Kaestle
Da Wind und PV
unter 10 ct/kWh liegen,
Das ist falsch. Vergütung für PV Anlagen auf Wohngebäuden und
Lärmschutzwänden liegen bis 1 MW Anlagen über 10 Ct/kWh.
Nein. Das ist die Erlösobergrenze für das Marktprämienmodell. Eine feste
Einspeisevergütung gibt es überhaupt nur noch für Anlagen bis 100kWp.
Für Freiflächenanlagen werden derzeit etwa 8Ct/kWh geboten, bei Anlagen
auf Nichtwohngebäuden liegt die Obergrenze für das Marktprämienmodell
bei 8,91Ct/kWh. Wenn man da den Mittelwert nimmt, kommt man sehr wohl
auf Preise um oder sogar unter 10Ct/kWh.
Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
wird auch die Umlage - selbst wenn einmal 100%
Wind- und PV-Strom verfügbar sind - nicht höher sein als diese 10 ct/kWh
und das auch nur, wenn man von einem durchschnittlichen Börsenstrompreis
von 0 ct/kWh ausgeht.
Auch das ist, so wie es da steht, falsch. Nicht die Vergütung für
Neuanlagen geht in die Umlage ein, sondern die mittlere Vergütung aller
Bestandsanlagen. Und die ist zur Zeit weit höher als 10 Ct/kWh. Nur
unter der Annahme, dass bis zum 100% Ausbau die teueren Altanlagen vom
Netz sind und die mittlere Einspeisevergütung aller dann Bestandsanlagen
unter 10 ct/kWh (Börsenpreis 0) liegen, würde Deine Aussage stimmen.
Die Aussage stimmt trotzdem. Die Altanlagen sind ja in der bestehenden
Umlage bereits enthalten. Außerdem kann man leicht ausrechnen, dass der
effektive Preis für die Strombeschaffung, bestehend aus Börsenpreis und
anteiliger EEG-Umlage entsprechend des jeweiligen Strommixes, für den
Privatkunden derzeit um 10Ct/kWh liegt. Der weitere Ausbau von PV und
Onshore-WKA wäre also von daher kostenneutral.

Eine andere einfache Rechnung: Eine Verdopplung der installierten
PV-Leistung würde nach heutigen Preisen für 40GWp etwa 40 Milliarden
Euro kosten. Verteilt über 20 Jahre ergäbe dies zwei Milliarden Euro pro
Jahr oder weniger als 10% Steigerung der EEG-Förderung, also deutlich
weniger als 1Ct/kWh.
Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
Die Umlage hat keine negative Lernkurve, weil Du hier den Ausbau-Effekt
betrachten musst. Wind- und Solaranlagen haben eine positive Lernkurve,
also wird, wenn wir mal in einer 100% EE-Welt leben und man nicht mehr
von 30% auf 50% auf 80% auf 100% kommen muss, der Bestandserhalt jedes
Jahr billiger, weil die Reinvestitionen günstiger werden.
Ganz so schön ist es nicht. Derzeit werden die Kosten des erneuerbaren
Stroms auf die gesamte Strommenge umgelegt. Das bedeutet, ein Drittel
erneuerbarer Strom wird mit zwei Drittel konventionellem Strom quasi
verdünnt. Ohne den konventionellen Strom wäre die Umlage dreimal höher,
d.h. bei 20 ct/kWh. Wenn wir irgendwann bei 100% Erneuerbaren sind,
werden die Zusatzkosten der Erneuerbaren 1 zu 1 auf den Strompreis
durchschlagen, d.h. die Einspeisevergütung muss noch sehr weit runter
gehen, bis Deine Aussage stimmt.
Auch wieder falsch gedacht: Wenn wir 100% EE haben, werden deren
mittlere Gestehungskosten auch wieder in der Größenordnung von 10Ct/kWh
liegen, zumal bis dahin ja auch die teuren Altanlagen aus der Förderung
gefallen sein werden. Problematisch dabei sind allerdings die
Offshore-WKA sowie die Biogasanlagen. Zudem müssen die Kosten für
zusätzliche Energiespeicher eingerechnet werden, die allerdings nur
anteilsmäßig in den Strompreis eingehen.

Bei all diesen Überlegungen muß man jedoch dagegenrechnen, dass die
Kosten für die EE über 20 Jahre festgeschrieben sind und auch nicht der
Inflation unterliegen, sowie die Tatsache, dass die konventionelle
Stromerzeugung derzeit zu einem großen Teil durch Altanlagen erfolgt,
deren Ersatz die Gestehungskosten erhöhen dürfte. Auch kann nicht davon
ausgegangen werden, das die Preise für Steinkohle und Erdgas
längerfristig auf dem derzeit niedrigen Niveau stagnieren werden.

Gernot
--
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oder Kontaktaufnahme mit dem Support, um Hilfe zu erhalten angezeigt
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Gunnar Kaestle
2016-07-25 17:32:36 UTC
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Raw Message
Post by Peter Mayer
Ganz so schön ist es nicht. Derzeit werden die Kosten des
erneuerbaren Stroms auf die gesamte Strommenge umgelegt. Das
bedeutet, ein Drittel erneuerbarer Strom wird mit zwei Drittel
konventionellem Strom quasi verdünnt. Ohne den konventionellen
Strom wäre die Umlage dreimal höher, d.h. bei 20 ct/kWh.
EEG-Umlage wird auf gelieferte elektrische Energie fällig, d.h. es
spielt keine Rolle ob das grüner, grauer oder gelber Strom ist. Es muss
nur eine Lieferbeziehung da sein.
Post by Peter Mayer
Wenn wir irgendwann bei 100% Erneuerbaren sind, werden die
Zusatzkosten der Erneuerbaren 1 zu 1 auf den Strompreis
durchschlagen, d.h. die Einspeisevergütung muss noch sehr weit
runter gehen, bis Deine Aussage stimmt.
Zudem müssen die Kosten für zusätzliche Energiespeicher eingerechnet
werden, die allerdings nur anteilsmäßig in den Strompreis eingehen.
Die Energiespeicher müssen ihr Geld am Markt so verdienen, wie sie es in
der Vergangenheit auch getan haben: Pumpen und Turbinieren je nach
Marktpreis. Oder man ist der Auffassung (so wie ich), dass Speicher
einen Nutzen für alle erfüllen, der bei rein marktgetriebenen Ausbau nur
einen Bruchteil des volkswirtschaftlichen Optimums erzielt. Dann kann
man auch eine Speicherförderung in Angriff nehmen.
Auch kann nicht davon ausgegangen werden, das die Preise für
Steinkohle und Erdgas längerfristig auf dem derzeit niedrigen Niveau
stagnieren werden.
Neben Peak Oil gibt es ja auch sowas wie Peak Gas und Peak Coal, wobei
ich beim Gas die Auffassung vertrete, die Maximalförderung kommt
irgendwann in den 30er Jahren, wohingegen Peak Coal schon in den 20er
Jahren anzutreffen ist.

Diese Publikation gefällt mir ganz gut:
David Rutledge: Estimating long-term world coal production with logit
and probit transforms, 2011
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0166516210002144

Darin werden die Förderdaten mit einer logistischen Wachstumsfunktion
überlagert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Logistische_Funktion#/media/File:Logistische_Funktion.svg
In Tabelle 3 zeigt er die Ergebniss für die globale Kohleförderung:
Long term production estimate: 680 Gt
Cumulative production: 309 Gt
Current Production: 7 Gt

Bei 680 Gt/2 = 340 Gt ist Halbzeit, d.h. es sind noch 340-309 = 31 Gt
bis zur Halbzeit (das aufgrund des verauschen Charakters der Förderdaten
nicht unbedingt Peak Coal heissen muss).

Gruß,

Gunnar
Peter Mayer
2016-07-25 19:43:46 UTC
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Raw Message
Post by Gunnar Kaestle
Post by Peter Mayer
Ganz so schön ist es nicht. Derzeit werden die Kosten des
erneuerbaren Stroms auf die gesamte Strommenge umgelegt. Das
bedeutet, ein Drittel erneuerbarer Strom wird mit zwei Drittel
konventionellem Strom quasi verdünnt. Ohne den konventionellen
Strom wäre die Umlage dreimal höher, d.h. bei 20 ct/kWh.
EEG-Umlage wird auf gelieferte elektrische Energie fällig, d.h. es
spielt keine Rolle ob das grüner, grauer oder gelber Strom ist. Es muss
nur eine Lieferbeziehung da sein.
Genau das habe ich geschrieben.
Post by Gunnar Kaestle
Zudem müssen die Kosten für zusätzliche Energiespeicher eingerechnet
werden, die allerdings nur anteilsmäßig in den Strompreis eingehen.
Die Energiespeicher müssen ihr Geld am Markt so verdienen, wie sie es in
der Vergangenheit auch getan haben: Pumpen und Turbinieren je nach
Marktpreis. Oder man ist der Auffassung (so wie ich), dass Speicher
einen Nutzen für alle erfüllen, der bei rein marktgetriebenen Ausbau nur
einen Bruchteil des volkswirtschaftlichen Optimums erzielt. Dann kann
man auch eine Speicherförderung in Angriff nehmen.
Das schreibe ich schon seit langem. Wenn Speicher, egal ob Pumpspeicher,
Power-to-Gas oder AKKUs, für die Energiewende notwendig sind, dann soll
man sie auch einpreisen. Ob man diese zusätzliche Umlage in die EEG
Umlage oder in eine Energiewende-Umlage packt ist mir egal. Man soll nur
nicht so tun, als würde dieser Teil (Speicher, Backup) keine
systembedingten Kosten der Energiewende sein.

Gruß Peter
Peter Mayer
2016-07-25 19:36:52 UTC
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Raw Message
Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
Da Wind und PV
unter 10 ct/kWh liegen,
Das ist falsch. Vergütung für PV Anlagen auf Wohngebäuden und
Lärmschutzwänden liegen bis 1 MW Anlagen über 10 Ct/kWh.
Nein. Das ist die Erlösobergrenze für das Marktprämienmodell.Eine feste
Einspeisevergütung gibt es überhaupt nur noch für Anlagen bis 100kWp.
Für Freiflächenanlagen werden derzeit etwa 8Ct/kWh geboten, bei Anlagen
auf Nichtwohngebäuden liegt die Obergrenze für das Marktprämienmodell
bei 8,91Ct/kWh.
Ich habe eine Aussage zu Anlagen auf Wohngebäuden bis 1 MW (gut nach
neusestem EEG vielleicht besser 100 kW) gemacht, zu nichts anderem.
Wenn man da den Mittelwert nimmt, kommt man sehr wohl
auf Preise um oder sogar unter 10Ct/kWh.
Wenn man die mittlere Anlagegröße sieht, ist Deine Aussage nicht
zwangsläufig richtig.
https://www.solarwirtschaft.de/fileadmin/media/pdf/BNetzA-Daten_Jan_2015_kurz.pdf
Seite 16
Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
wird auch die Umlage - selbst wenn einmal 100%
Wind- und PV-Strom verfügbar sind - nicht höher sein als diese 10 ct/kWh
und das auch nur, wenn man von einem durchschnittlichen Börsenstrompreis
von 0 ct/kWh ausgeht.
Auch das ist, so wie es da steht, falsch. Nicht die Vergütung für
Neuanlagen geht in die Umlage ein, sondern die mittlere Vergütung aller
Bestandsanlagen. Und die ist zur Zeit weit höher als 10 Ct/kWh. Nur
unter der Annahme, dass bis zum 100% Ausbau die teueren Altanlagen vom
Netz sind und die mittlere Einspeisevergütung aller dann Bestandsanlagen
unter 10 ct/kWh (Börsenpreis 0) liegen, würde Deine Aussage stimmen.
Die Aussage stimmt trotzdem. Die Altanlagen sind ja in der bestehenden
Umlage bereits enthalten. Außerdem kann man leicht ausrechnen, dass der
effektive Preis für die Strombeschaffung, bestehend aus Börsenpreis und
anteiliger EEG-Umlage entsprechend des jeweiligen Strommixes, für den
Privatkunden derzeit um 10Ct/kWh liegt. Der weitere Ausbau von PV und
Onshore-WKA wäre also von daher kostenneutral.
Nein, bleibe im vorgegebenen Beispiel, Wenn die derzeitige Umlage (Börse
0 ct/kWh) 10ct/kWh beträgt, beträgt sie nur auf den EE Anteil bezogen
mindestens 20 ct/kWh. Wenn Du die konventionellen, die die Umlage nach
unten ziehen, kurzfristig (z.B. 5 - 10 Jahre) durch EE zu 10 ct/kWh
ersetzt, ist die resultierende Umlage > 10 ct/kWh.
Eine andere einfache Rechnung: Eine Verdopplung der installierten
PV-Leistung würde nach heutigen Preisen für 40GWp etwa 40 Milliarden
Euro kosten. Verteilt über 20 Jahre ergäbe dies zwei Milliarden Euro pro
Jahr oder weniger als 10% Steigerung der EEG-Förderung, also deutlich
weniger als 1Ct/kWh.
40GWp erzeugen im Jahr ca. 40 TWh Strom. Die Betreiber erhalten 20 Jahre
lang 3,6 Mrd Euro.
Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
Die Umlage hat keine negative Lernkurve, weil Du hier den Ausbau-Effekt
betrachten musst. Wind- und Solaranlagen haben eine positive Lernkurve,
also wird, wenn wir mal in einer 100% EE-Welt leben und man nicht mehr
von 30% auf 50% auf 80% auf 100% kommen muss, der Bestandserhalt jedes
Jahr billiger, weil die Reinvestitionen günstiger werden.
Ganz so schön ist es nicht. Derzeit werden die Kosten des erneuerbaren
Stroms auf die gesamte Strommenge umgelegt. Das bedeutet, ein Drittel
erneuerbarer Strom wird mit zwei Drittel konventionellem Strom quasi
verdünnt. Ohne den konventionellen Strom wäre die Umlage dreimal höher,
d.h. bei 20 ct/kWh. Wenn wir irgendwann bei 100% Erneuerbaren sind,
werden die Zusatzkosten der Erneuerbaren 1 zu 1 auf den Strompreis
durchschlagen, d.h. die Einspeisevergütung muss noch sehr weit runter
gehen, bis Deine Aussage stimmt.
Nein lies was ich geschrieben habe auf die Aussage von Gunnar Kaestle
Wenn wir 100% EE haben, werden deren
mittlere Gestehungskosten auch wieder in der Größenordnung von 10Ct/kWh
liegen, zumal bis dahin ja auch die teuren Altanlagen aus der Förderung
gefallen sein werden.
Das ist meine Aussage. Der Bestandserhalt wird nicht jedes Jahr
günstiger. Da die Konventionellen wegfallen, wird die geringer werdende
Einspeisevergütung (Marktprämie) voll auf die Erzeugungskosten
durchschlagen.
Bei all diesen Überlegungen muß man jedoch dagegenrechnen, dass die
Kosten für die EE über 20 Jahre festgeschrieben sind und auch nicht der
Inflation unterliegen, sowie die Tatsache, dass die konventionelle
Stromerzeugung derzeit zu einem großen Teil durch Altanlagen erfolgt,
deren Ersatz die Gestehungskosten erhöhen dürfte. Auch kann nicht davon
ausgegangen werden, das die Preise für Steinkohle und Erdgas
längerfristig auf dem derzeit niedrigen Niveau stagnieren werden.
Das, zukünftige Kosten der Konventionellen, war auch nicht mein Thema.

Gruß Peter
Gunnar Kaestle
2016-07-25 20:47:59 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Mayer
Ich habe eine Aussage zu Anlagen auf Wohngebäuden bis 1 MW (gut nach
neusestem EEG vielleicht besser 100 kW) gemacht, zu nichts anderem.
http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1422/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/Photovoltaik/DatenMeldgn_EEG-VergSaetze/DatenMeldgn_EEG-VergSaetze_node.html

Der Vergütungssatz für 100 kW Anlagen auf Wohngebäuden beträgt aktuell
10,71 ct/kWh.

Bei den Ausschreibungen vom 1 April 2016 gab es folgendes Ergebnis:
"Der niedrigste Gebotswert, der einen Zuschlag erhalten hat, betrug 6,94
ct/kWh. Der höchste Gebotswert, der einen Zuschlag erhalten konnte,
betrug in dieser Runde 7,68 ct/kWh. Der mengengewichtete Zuschlagswert
betrug 7,41 ct/kWh."

http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1422/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/PV-Freiflaechenanlagen/Beendete_Ausschreibung/Gebotstermin_01_04_2016/gebotstermin_01_04_2016_node.html
Post by Peter Mayer
Nein, bleibe im vorgegebenen Beispiel, Wenn die derzeitige Umlage
(Börse 0 ct/kWh) 10ct/kWh beträgt, beträgt sie nur auf den EE Anteil
bezogen mindestens 20 ct/kWh. Wenn Du die konventionellen, die die
Umlage nach unten ziehen, kurzfristig (z.B. 5 - 10 Jahre) durch EE zu
10 ct/kWh ersetzt, ist die resultierende Umlage > 10 ct/kWh.
Die Aussage wäre, dass die Umlage nicht höher als 10 ct/kWh steigt, wenn
die durchschnittliche Auszahlung an EE-Anlagen mit 10 ct/kWh angenommen
wird.

Rechenbeispiel: Die Grundgesamtheit sind 100 kWh, die komplett durch
EE-Anlagen gedeckt werden. Ausschüttung an EE-Anlagen beträgt 10 ct/kWh.
Somit werden 1000 ct ausgeschüttet. Angenommen, der durchschnittliche
Marktpreis sind 3 ct/kWh, dann können die Vermarktungserlöse 300 ct
betragen. Insgesamt muss also 1000 ct - 300 ct = 700 ct/kWh auf 100 kWh
umgelegt werden. Macht also 7 ct/kWh EEG-Umlage.

Sofern der Marktpreis auf 0 sinkt (Grenzkosten der EE-Anlagen), dann
müssen natürlich 1000 ct auf 100 kWh im Stromsee umgelegt werden, d.h.
die EEG-Umlage liegt dann bei 10 ct/kWh.
Post by Peter Mayer
Wenn wir 100% EE haben, werden deren mittlere Gestehungskosten auch
wieder in der Größenordnung von 10Ct/kWh liegen, zumal bis dahin ja
auch die teuren Altanlagen aus der Förderung gefallen sein werden.
Das ist meine Aussage. Der Bestandserhalt wird nicht jedes Jahr
günstiger. Da die Konventionellen wegfallen, wird die geringer
werdende Einspeisevergütung (Marktprämie) voll auf die
Erzeugungskosten durchschlagen.
Doch, gerade bei der PV wird man in 10-20 Jahren die teuren Anlagen aus
der Anfangszeit der PV durch günstigere Anlagen ersetzen. Eine kWh, die
noch mit 50 ct vergütet wird, fällt aus dem Topf und wird durch eine mit
10 ct/kWh ersetzt. Die EEG-Umlage wird auf allen Strom verteilt,
unabhängig ob aus EE- oder konventioneller Erzeugung (Ausnahmen
bestätigen die Regel).

Gruß,
Gunnar
Peter Mayer
2016-07-26 07:05:30 UTC
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Raw Message
Post by Gunnar Kaestle
Der Vergütungssatz für 100 kW Anlagen auf Wohngebäuden beträgt aktuell
10,71 ct/kWh.
Der Vergütungssatz für 10 kW Anlagen auf Wohngebäuden beträgt aktuell
12,31 ct/kWh.
Post by Gunnar Kaestle
Post by Peter Mayer
Nein, bleibe im vorgegebenen Beispiel, Wenn die derzeitige Umlage
(Börse 0 ct/kWh) 10ct/kWh beträgt, beträgt sie nur auf den EE Anteil
bezogen mindestens 20 ct/kWh. Wenn Du die konventionellen, die die
Umlage nach unten ziehen, kurzfristig (z.B. 5 - 10 Jahre) durch EE zu
10 ct/kWh ersetzt, ist die resultierende Umlage > 10 ct/kWh.
Die Aussage wäre, dass die Umlage nicht höher als 10 ct/kWh steigt, wenn
die durchschnittliche Auszahlung an EE-Anlagen mit 10 ct/kWh angenommen
wird.
Diese Aussage ist so trivial, dass ich mich nicht getraut hätte, sie
hinzuschreiben.
Meine Antwort bezog sich aber auf diese Deine Aussage:
|Nein die Umlage wird nicht bis ins Unendliche steigen. Da Wind und PV
|unter 10 ct/kWh liegen, wird auch die Umlage - selbst wenn einmal 100%
|Wind- und PV-Strom verfügbar sind - nicht höher sein als diese 10
|ct/kWh und das auch nur, wenn man von einem durchschnittlichen
|Börsenstrompreis von 0 ct/kWh ausgeht.
Und die Aussage gilt erst, wie geschrieben, wenn die Altanlagen aus der
Förderung herausgefallen sind. In der Übergangszeit könnten je nach
Ausbaugeschwindigkeit die 10 ct/kWh überschritten werden.
gelöscht, da nie Thema der Diskussion
Post by Gunnar Kaestle
Post by Peter Mayer
Wenn wir 100% EE haben, werden deren mittlere Gestehungskosten auch
wieder in der Größenordnung von 10Ct/kWh liegen, zumal bis dahin ja
auch die teuren Altanlagen aus der Förderung gefallen sein werden.
Das ist meine Aussage. Der Bestandserhalt wird nicht jedes Jahr
günstiger. Da die Konventionellen wegfallen, wird die geringer
werdende Einspeisevergütung (Marktprämie) voll auf die
Erzeugungskosten durchschlagen.
Doch, gerade bei der PV wird man in 10-20 Jahren die teuren Anlagen aus
der Anfangszeit der PV durch günstigere Anlagen ersetzen. Eine kWh, die
noch mit 50 ct vergütet wird, fällt aus dem Topf und wird durch eine mit
10 ct/kWh ersetzt. Die EEG-Umlage wird auf allen Strom verteilt,
unabhängig ob aus EE- oder konventioneller Erzeugung (Ausnahmen
bestätigen die Regel).
Wir zahlen derzeit aber keine 50 ct/kWh EEG-Umlage, sondern 6,3 ct/kWh.
Versuche keine Nebelkerzen zu werfen.
Wenn wir jetzt über Nacht eine 100 % Stromversorgung durch Erneuerbare
mit Gestehungskosten von 10 ct/kWh hätten (also keine Altanlagen mehr),
läge die Umlage in der Größenordnung von 7 ct/kWh (10ct - 3ct Börse),
also höher als bisher. Der Bestandserhalt würde nur dann günstiger, so
meine Aussage am 25.7. 17:04Uhr, wenn die Gestehungskosten auf deutlich
unter 10 ct/kWh sinken.

Gruß Peter
Gunnar Kaestle
2016-07-26 08:50:59 UTC
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Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
Post by Peter Mayer
Das ist meine Aussage. Der Bestandserhalt wird nicht jedes Jahr
günstiger. Da die Konventionellen wegfallen, wird die geringer
werdende Einspeisevergütung (Marktprämie) voll auf die
Erzeugungskosten durchschlagen.
Doch, gerade bei der PV wird man in 10-20 Jahren die teuren Anlagen aus
der Anfangszeit der PV durch günstigere Anlagen ersetzen. Eine kWh, die
noch mit 50 ct vergütet wird, fällt aus dem Topf und wird durch eine mit
10 ct/kWh ersetzt. Die EEG-Umlage wird auf allen Strom verteilt,
unabhängig ob aus EE- oder konventioneller Erzeugung (Ausnahmen
bestätigen die Regel).
Wir zahlen derzeit aber keine 50 ct/kWh EEG-Umlage, sondern 6,3 ct/kWh.
Versuche keine Nebelkerzen zu werfen.
Wenn wir jetzt über Nacht eine 100 % Stromversorgung durch Erneuerbare
mit Gestehungskosten von 10 ct/kWh hätten (also keine Altanlagen mehr),
läge die Umlage in der Größenordnung von 7 ct/kWh (10ct - 3ct Börse),
also höher als bisher. Der Bestandserhalt würde nur dann günstiger, so
meine Aussage am 25.7. 17:04Uhr, wenn die Gestehungskosten auf deutlich
unter 10 ct/kWh sinken.
Kann das sein, dass Du manchmal verwechselt, was in den Topf
hineinfließt (EEG-Umlage) und was aus dem Topf entnommen wird
(EEG-Vergütung). Natürlich wird der Bestandserhalt günstiger - zumindest
deutlich bei der PV - wenn man 40 GW PV-Anlagen, die (Hausnummer) noch
im Durchschnitt mit 25 ct/kWh vergütet werden,
durch Anlagen ersetzt, die nur noch 10 ct/kWh benötigen.

Im ersten Fall hat man bei angenommenen 1000 Vbh
40 TWh * 250 M/TWh = 10 Mrd €
gegenüber
40 TWh * 100 M/TWh = 4 Mrd €

4 ist kleiner als 10, also wird der Bestandserhalt der 40 GW die schon
da sind, mit der Zeit günstiger, wenn nach 20 Jahren die Anlagen aus der
Förderung fallen und repowert werden (oder zu Marktpreisen als
abgeschriebene Anlage weiter betrieben werden).

Gruß,
Gunnar
Peter Mayer
2016-07-26 09:32:54 UTC
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Post by Gunnar Kaestle
Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
Doch, gerade bei der PV wird man in 10-20 Jahren die teuren Anlagen aus
der Anfangszeit der PV durch günstigere Anlagen ersetzen. Eine kWh, die
noch mit 50 ct vergütet wird, fällt aus dem Topf und wird durch eine mit
10 ct/kWh ersetzt. Die EEG-Umlage wird auf allen Strom verteilt,
unabhängig ob aus EE- oder konventioneller Erzeugung (Ausnahmen
bestätigen die Regel).
Wir zahlen derzeit aber keine 50 ct/kWh EEG-Umlage, sondern 6,3 ct/kWh.
Versuche keine Nebelkerzen zu werfen.
Wenn wir jetzt über Nacht eine 100 % Stromversorgung durch Erneuerbare
mit Gestehungskosten von 10 ct/kWh hätten (also keine Altanlagen mehr),
läge die Umlage in der Größenordnung von 7 ct/kWh (10ct - 3ct Börse),
also höher als bisher. Der Bestandserhalt würde nur dann günstiger, so
meine Aussage am 25.7. 17:04Uhr, wenn die Gestehungskosten auf deutlich
unter 10 ct/kWh sinken.
Kann das sein, dass Du manchmal verwechselt, was in den Topf
hineinfließt (EEG-Umlage) und was aus dem Topf entnommen wird
(EEG-Vergütung).
Idealerweise ist die Umlage gleich Vergütung. Ansonsten steht da nur,
dass bei einem 100% Ausbau mit Erneuerbaren ohne Altanlagen die EEG
Umlage, die auf meiner Stromrechnung steht und die ich monatlich zahlen
muss, wahrscheinlich in der gleichen Größenordnung liegen wird wie
heute. Ob in der Zwischenzeit die Vergütung pro Anlage von 30 ct/kWh auf
10 ct/kWh gefallen ist, wird sich in meiner Stromrechnung nicht
widerspiegeln.
Post by Gunnar Kaestle
Natürlich wird der Bestandserhalt günstiger - zumindest
deutlich bei der PV - wenn man 40 GW PV-Anlagen, die (Hausnummer) noch
im Durchschnitt mit 25 ct/kWh vergütet werden,
durch Anlagen ersetzt, die nur noch 10 ct/kWh benötigen.
Du hast Deine eigene Aussage vergessen. Es ging um den 100% Ausbau. Es
ging nicht darum 40 GW PV alt durch 40 GW PV neu zu ersetzen sondern um
40 GW alt durch 120 GW neu, bzw. 40 GW neu durch 40 GW neuer.
Du wolltest nachweisen, dass die Umlage fällt, durch den 100% Ausbau

Gunnar Kaestle:
|Die Umlage hat keine negative Lernkurve, weil Du hier den Ausbau-Effekt
|betrachten musst. Wind- und Solaranlagen haben eine positive Lernkurve,
|also wird, wenn wir mal in einer 100% EE-Welt leben und man nicht mehr
|von 30% auf 50% auf 80% auf 100% kommen muss, der Bestandserhalt jedes
|Jahr billiger, weil die Reinvestitionen günstiger werden.


Gruß Peter
Gernot Griese
2016-07-25 21:06:44 UTC
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Raw Message
Post by Peter Mayer
Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
Da Wind und PV
unter 10 ct/kWh liegen,
Das ist falsch. Vergütung für PV Anlagen auf Wohngebäuden und
Lärmschutzwänden liegen bis 1 MW Anlagen über 10 Ct/kWh.
Nein. Das ist die Erlösobergrenze für das Marktprämienmodell.Eine feste
Einspeisevergütung gibt es überhaupt nur noch für Anlagen bis 100kWp.
Für Freiflächenanlagen werden derzeit etwa 8Ct/kWh geboten, bei Anlagen
auf Nichtwohngebäuden liegt die Obergrenze für das Marktprämienmodell
bei 8,91Ct/kWh.
Ich habe eine Aussage zu Anlagen auf Wohngebäuden bis 1 MW (gut nach
neusestem EEG vielleicht besser 100 kW) gemacht, zu nichts anderem.
Das stimmt trotzdem nicht, weil der Wert beim Marktprämienmodell nur
eine Obergrenze darstellt.
Post by Peter Mayer
Wenn man da den Mittelwert nimmt, kommt man sehr wohl
auf Preise um oder sogar unter 10Ct/kWh.
Wenn man die mittlere Anlagegröße sieht, ist Deine Aussage nicht
zwangsläufig richtig.
https://www.solarwirtschaft.de/fileadmin/media/pdf/BNetzA-Daten_Jan_2015_kurz.pdf
Seite 16
Die mittlere Anlagengröße spielt keine Rolle. Entscheidend ist die
eingespeiste Arbeit der einzelnen Anlagen. Nimm 1000 Dachanlagen mit
3kWp à 12Ct/kWh und eine Großanlage mit 7MWp à 8Ct/kWh. Das ergibt eine
mittlere Anlagengröße von 10kWp und eine mittlere Einspeisvergütung von
9,2Ct/kWh.
Post by Peter Mayer
Nein, bleibe im vorgegebenen Beispiel, Wenn die derzeitige Umlage (Börse
0 ct/kWh) 10ct/kWh beträgt, beträgt sie nur auf den EE Anteil bezogen
mindestens 20 ct/kWh. Wenn Du die konventionellen, die die Umlage nach
unten ziehen, kurzfristig (z.B. 5 - 10 Jahre) durch EE zu 10 ct/kWh
ersetzt, ist die resultierende Umlage > 10 ct/kWh.
Machen wir mal nochmal eine Rechnung mit der Vereinfachung, dass alle
Verbraucher gleichermaßen an der EEG-Umlage beteiligt wären und derzeit
ungefähr ein Drittel des Stroms aus EE käme. Das stimmt so nicht ganz,
zeigt aber den Effekt.

Bei Gesamtkosten für die EE von 24 Milliarden Euro und produzierten
175.000GWh ergeben sich 13,7Ct/kWh für EE-Strom.

Wenn wir als Börsenpreis für die restlichen 350.000MW konventionellen
Strom 2,5Ct/kWh annehmen kostet die kWh insgesamt im Mittel
(13,7*175 + 2,5*350) / 525 = 6,23Ct/kWh.

Ersetzen wir die Hälfte des konventionellen Stroms durch EE zu 10Ct/kWh
erhalten wir
(13,7*175 + 10*175 + 2,5*175) / 525 = 8,73Ct/kWh.

Deine Fehler liegen darin, dass du erstens den EE-Strom zu teuer ansetzt
(genau gerechnet liegt er eher bei 16Ct/kWh, aber auf jeden Fall
deutlich unter 20Ct/kWh) und zweitens vergisst, dass der konventionelle
Strom auch nicht umsonst ist.
Post by Peter Mayer
Eine andere einfache Rechnung: Eine Verdopplung der installierten
PV-Leistung würde nach heutigen Preisen für 40GWp etwa 40 Milliarden
Euro kosten. Verteilt über 20 Jahre ergäbe dies zwei Milliarden Euro pro
Jahr oder weniger als 10% Steigerung der EEG-Förderung, also deutlich
weniger als 1Ct/kWh.
40GWp erzeugen im Jahr ca. 40 TWh Strom. Die Betreiber erhalten 20 Jahre
lang 3,6 Mrd Euro.
Dann bist du immer noch bei 1Ct/kWh.
Post by Peter Mayer
Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
Die Umlage hat keine negative Lernkurve, weil Du hier den Ausbau-Effekt
betrachten musst. Wind- und Solaranlagen haben eine positive Lernkurve,
also wird, wenn wir mal in einer 100% EE-Welt leben und man nicht mehr
von 30% auf 50% auf 80% auf 100% kommen muss, der Bestandserhalt jedes
Jahr billiger, weil die Reinvestitionen günstiger werden.
Ganz so schön ist es nicht. Derzeit werden die Kosten des erneuerbaren
Stroms auf die gesamte Strommenge umgelegt. Das bedeutet, ein Drittel
erneuerbarer Strom wird mit zwei Drittel konventionellem Strom quasi
verdünnt. Ohne den konventionellen Strom wäre die Umlage dreimal höher,
d.h. bei 20 ct/kWh. Wenn wir irgendwann bei 100% Erneuerbaren sind,
werden die Zusatzkosten der Erneuerbaren 1 zu 1 auf den Strompreis
durchschlagen, d.h. die Einspeisevergütung muss noch sehr weit runter
gehen, bis Deine Aussage stimmt.
Nein lies was ich geschrieben habe auf die Aussage von Gunnar Kaestle
Das sind die gleichen Fehler, die du oben auch gemacht hast. Du setzt
die EE zu teuer an, vernachlässigst die Kosten des konventionell
erzeugten Stroms und bringst dann bei 100% EE noch einen Strompreis ins
Spiel, der in deiner Umlage ja bereits enthalten ist.
Post by Peter Mayer
Wenn wir 100% EE haben, werden deren
mittlere Gestehungskosten auch wieder in der Größenordnung von 10Ct/kWh
liegen, zumal bis dahin ja auch die teuren Altanlagen aus der Förderung
gefallen sein werden.
Das ist meine Aussage. Der Bestandserhalt wird nicht jedes Jahr
günstiger. Da die Konventionellen wegfallen, wird die geringer werdende
Einspeisevergütung (Marktprämie) voll auf die Erzeugungskosten
durchschlagen.
Du hast sie doch bereits zu 100% in die Umlage hineingerechnet, indem du
den Börsenwert des EE-Stroms zu 0 gesetzt hast.
Post by Peter Mayer
Bei all diesen Überlegungen muß man jedoch dagegenrechnen, dass die
Kosten für die EE über 20 Jahre festgeschrieben sind und auch nicht der
Inflation unterliegen, sowie die Tatsache, dass die konventionelle
Stromerzeugung derzeit zu einem großen Teil durch Altanlagen erfolgt,
deren Ersatz die Gestehungskosten erhöhen dürfte. Auch kann nicht davon
ausgegangen werden, das die Preise für Steinkohle und Erdgas
längerfristig auf dem derzeit niedrigen Niveau stagnieren werden.
Das, zukünftige Kosten der Konventionellen, war auch nicht mein Thema.
Wenn man die Mehrkosten der EE berechnen will, muss man das auch
berücksichtigen.

Gernot
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Peter Mayer
2016-07-26 08:07:50 UTC
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Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
Da Wind und PV
unter 10 ct/kWh liegen,
Das ist falsch. Vergütung für PV Anlagen auf Wohngebäuden und
Lärmschutzwänden liegen bis 1 MW Anlagen über 10 Ct/kWh.
Nein. Das ist die Erlösobergrenze für das Marktprämienmodell.Eine feste
Einspeisevergütung gibt es überhaupt nur noch für Anlagen bis 100kWp.
Für Freiflächenanlagen werden derzeit etwa 8Ct/kWh geboten, bei Anlagen
auf Nichtwohngebäuden liegt die Obergrenze für das Marktprämienmodell
bei 8,91Ct/kWh.
Ich habe eine Aussage zu Anlagen auf Wohngebäuden bis 1 MW (gut nach
neusestem EEG vielleicht besser 100 kW) gemacht, zu nichts anderem.
Das stimmt trotzdem nicht, weil der Wert beim Marktprämienmodell nur
eine Obergrenze darstellt.
Vielleicht solltest Du mal ins EEg schauen. Es gibt nicht nur das
Marktprämienmodell. Das Marktprämienmodell hast Du an dieser Stelle in
die Diskussion eingebracht, nicht ich.
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Wenn man die mittlere Anlagegröße sieht, ist Deine Aussage nicht
zwangsläufig richtig.
https://www.solarwirtschaft.de/fileadmin/media/pdf/BNetzA-Daten_Jan_2015_kurz.pdf
Seite 16
Die mittlere Anlagengröße spielt keine Rolle. Entscheidend ist die
eingespeiste Arbeit der einzelnen Anlagen. Nimm 1000 Dachanlagen mit
3kWp à 12Ct/kWh und eine Großanlage mit 7MWp à 8Ct/kWh. Das ergibt eine
mittlere Anlagengröße von 10kWp und eine mittlere Einspeisvergütung von
9,2Ct/kWh.
Was erwartest Du jetzt? Jeder kann Szenarien bauen, die seine Meinung
untermauern. Ich schrieb: "nicht zwangsläufig".
Nehmen wir stattdessen die Realität:
https://www.energieatlas.bayern.de/thema_sonne/photovoltaik/daten.html
1323 kWh à 12,31 ct/kWh + 5228 kWh à 11,34 ((11,97+10,71)/2) + 3758 kWh
à 8 ct/kWh ergibt eine mittlere Einspeisevergütung von 10,25 ct/kWh.
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Nein, bleibe im vorgegebenen Beispiel, Wenn die derzeitige Umlage (Börse
0 ct/kWh) 10ct/kWh beträgt, beträgt sie nur auf den EE Anteil bezogen
mindestens 20 ct/kWh. Wenn Du die konventionellen, die die Umlage nach
unten ziehen, kurzfristig (z.B. 5 - 10 Jahre) durch EE zu 10 ct/kWh
ersetzt, ist die resultierende Umlage > 10 ct/kWh.
Machen wir mal nochmal eine Rechnung mit der Vereinfachung, dass alle
Verbraucher gleichermaßen an der EEG-Umlage beteiligt wären und derzeit
ungefähr ein Drittel des Stroms aus EE käme. Das stimmt so nicht ganz,
zeigt aber den Effekt.
Bei Gesamtkosten für die EE von 24 Milliarden Euro und produzierten
175.000GWh ergeben sich 13,7Ct/kWh für EE-Strom.
Wenn wir als Börsenpreis für die restlichen 350.000MW konventionellen
Strom 2,5Ct/kWh annehmen kostet die kWh insgesamt im Mittel
(13,7*175 + 2,5*350) / 525 = 6,23Ct/kWh.
Ersetzen wir die Hälfte des konventionellen Stroms durch EE zu 10Ct/kWh
erhalten wir
(13,7*175 + 10*175 + 2,5*175) / 525 = 8,73Ct/kWh.
Deine Fehler liegen darin, dass du erstens den EE-Strom zu teuer ansetzt
(genau gerechnet liegt er eher bei 16Ct/kWh, aber auf jeden Fall
deutlich unter 20Ct/kWh) und zweitens vergisst, dass der konventionelle
Strom auch nicht umsonst ist.
Deine Fehler liegen darin, dass Du nicht liest, auf was Du antwortest.
Das Beispiel kam von Gunnar. Gunnar hatte als Vorgabe 10 ct/kWh und
Börsenpreis von 0ct/kWh.
Wenn Du Deine eigenen Szenarien diskutieren möchtest, nur zu, aber bitte
nicht als Antwort auf ein völlig anderes Szenatio.
Ansonsten liegt Dein Fehler in Deinem Beispiel darin, dass Du bei den
Kosten für EE Strom die Börsenerlöse unter den Tisch fallen gelassen hast.
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Eine andere einfache Rechnung: Eine Verdopplung der installierten
PV-Leistung würde nach heutigen Preisen für 40GWp etwa 40 Milliarden
Euro kosten. Verteilt über 20 Jahre ergäbe dies zwei Milliarden Euro pro
Jahr oder weniger als 10% Steigerung der EEG-Förderung, also deutlich
weniger als 1Ct/kWh.
40GWp erzeugen im Jahr ca. 40 TWh Strom. Die Betreiber erhalten 20 Jahre
lang 3,6 Mrd Euro.
Dann bist du immer noch bei 1Ct/kWh.
aber nicht bei 2 Mrd pro Jahr sondern fast beim Doppelten. Wie kommt es
nur, dass die EE-Lobby sich immer nur in eine Richtung verrechnet.
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
Die Umlage hat keine negative Lernkurve, weil Du hier den Ausbau-Effekt
betrachten musst. Wind- und Solaranlagen haben eine positive Lernkurve,
also wird, wenn wir mal in einer 100% EE-Welt leben und man nicht mehr
von 30% auf 50% auf 80% auf 100% kommen muss, der Bestandserhalt jedes
Jahr billiger, weil die Reinvestitionen günstiger werden.
Ganz so schön ist es nicht. Derzeit werden die Kosten des erneuerbaren
Stroms auf die gesamte Strommenge umgelegt. Das bedeutet, ein Drittel
erneuerbarer Strom wird mit zwei Drittel konventionellem Strom quasi
verdünnt. Ohne den konventionellen Strom wäre die Umlage dreimal höher,
d.h. bei 20 ct/kWh. Wenn wir irgendwann bei 100% Erneuerbaren sind,
werden die Zusatzkosten der Erneuerbaren 1 zu 1 auf den Strompreis
durchschlagen, d.h. die Einspeisevergütung muss noch sehr weit runter
gehen, bis Deine Aussage stimmt.
Nein lies was ich geschrieben habe auf die Aussage von Gunnar Kaestle
Das sind die gleichen Fehler, die du oben auch gemacht hast. Du setzt
die EE zu teuer an, vernachlässigst die Kosten des konventionell
erzeugten Stroms und bringst dann bei 100% EE noch einen Strompreis ins
Spiel, der in deiner Umlage ja bereits enthalten ist.
Nein, Du machst immer noch den gleichen Fehler. Du hast Dein eigenes
Szenario im Kopf und list nicht auf was Du antwortest. Ansonsten spielt
die exakte Höhe, ob 20, 16 oder 25 ct/kWh für die Argumentation keine
Rolle.
1/3 x (10+x) + 2/3 x 10 ist bei x>0 immer größer als 3/3 x 10.
Wenn Du ein anderes Rechenergebnis bekommst, bitte vorrechnen.
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Wenn wir 100% EE haben, werden deren
mittlere Gestehungskosten auch wieder in der Größenordnung von 10Ct/kWh
liegen, zumal bis dahin ja auch die teuren Altanlagen aus der Förderung
gefallen sein werden.
Das ist meine Aussage. Der Bestandserhalt wird nicht jedes Jahr
günstiger. Da die Konventionellen wegfallen, wird die geringer werdende
Einspeisevergütung (Marktprämie) voll auf die Erzeugungskosten
durchschlagen.
Du hast sie doch bereits zu 100% in die Umlage hineingerechnet, indem du
den Börsenwert des EE-Stroms zu 0 gesetzt hast.
siehe meine Antwort zu Gunnar
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Das, zukünftige Kosten der Konventionellen, war auch nicht mein Thema.
Wenn man die Mehrkosten der EE berechnen will, muss man das auch
berücksichtigen.
Ohne genauere Angaben macht das wenig Sinn und wäre ein eigenes Thema.

Gruß Peter
Gernot Griese
2016-07-26 08:35:04 UTC
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Raw Message
Post by Peter Mayer
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Post by Peter Mayer
Post by Gunnar Kaestle
Da Wind und PV
unter 10 ct/kWh liegen,
Das ist falsch. Vergütung für PV Anlagen auf Wohngebäuden und
Lärmschutzwänden liegen bis 1 MW Anlagen über 10 Ct/kWh.
Nein. Das ist die Erlösobergrenze für das Marktprämienmodell.Eine feste
Einspeisevergütung gibt es überhaupt nur noch für Anlagen bis 100kWp.
Für Freiflächenanlagen werden derzeit etwa 8Ct/kWh geboten, bei Anlagen
auf Nichtwohngebäuden liegt die Obergrenze für das Marktprämienmodell
bei 8,91Ct/kWh.
Ich habe eine Aussage zu Anlagen auf Wohngebäuden bis 1 MW (gut nach
neusestem EEG vielleicht besser 100 kW) gemacht, zu nichts anderem.
Das stimmt trotzdem nicht, weil der Wert beim Marktprämienmodell nur
eine Obergrenze darstellt.
Vielleicht solltest Du mal ins EEg schauen. Es gibt nicht nur das
Marktprämienmodell. Das Marktprämienmodell hast Du an dieser Stelle in
die Diskussion eingebracht, nicht ich.
Es betrifft alle Anlagen über 100MW und praktisch alle WKA.
Post by Peter Mayer
https://www.energieatlas.bayern.de/thema_sonne/photovoltaik/daten.html
1323 kWh à 12,31 ct/kWh + 5228 kWh à 11,34 ((11,97+10,71)/2) + 3758 kWh
à 8 ct/kWh ergibt eine mittlere Einspeisevergütung von 10,25 ct/kWh.
Bayern ist nicht Deutschland.
Post by Peter Mayer
Post by Gernot Griese
Deine Fehler liegen darin, dass du erstens den EE-Strom zu teuer ansetzt
(genau gerechnet liegt er eher bei 16Ct/kWh, aber auf jeden Fall
deutlich unter 20Ct/kWh) und zweitens vergisst, dass der konventionelle
Strom auch nicht umsonst ist.
Deine Fehler liegen darin, dass Du nicht liest, auf was Du antwortest.
Das Beispiel kam von Gunnar. Gunnar hatte als Vorgabe 10 ct/kWh und
Börsenpreis von 0ct/kWh.
Ja, für die EE.
Post by Peter Mayer
Wenn Du Deine eigenen Szenarien diskutieren möchtest, nur zu, aber bitte
nicht als Antwort auf ein völlig anderes Szenatio.
Ansonsten liegt Dein Fehler in Deinem Beispiel darin, dass Du bei den
Kosten für EE Strom die Börsenerlöse unter den Tisch fallen gelassen hast.
Der spielt auch keine Rolle, solange man von den Exporten absieht. Die
10 Ct/kWh beinhalten die gesamten vom Verbraucher zu bezahlenden Kosten.
Post by Peter Mayer
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
40GWp erzeugen im Jahr ca. 40 TWh Strom. Die Betreiber erhalten 20 Jahre
lang 3,6 Mrd Euro.
Dann bist du immer noch bei 1Ct/kWh.
aber nicht bei 2 Mrd pro Jahr sondern fast beim Doppelten. Wie kommt es
nur, dass die EE-Lobby sich immer nur in eine Richtung verrechnet.
Erstens bin ich keine Lobby und zweitens war das eine
Grenzwertabschätzung die näherungsweise realisiert wäre, wenn der Ausbau
vollständig durch Großanlagen mit Ausschreibungsverfahren realisiert würde.
Post by Peter Mayer
Post by Gernot Griese
Das sind die gleichen Fehler, die du oben auch gemacht hast. Du setzt
die EE zu teuer an, vernachlässigst die Kosten des konventionell
erzeugten Stroms und bringst dann bei 100% EE noch einen Strompreis ins
Spiel, der in deiner Umlage ja bereits enthalten ist.
Nein, Du machst immer noch den gleichen Fehler. Du hast Dein eigenes
Szenario im Kopf und list nicht auf was Du antwortest. Ansonsten spielt
die exakte Höhe, ob 20, 16 oder 25 ct/kWh für die Argumentation keine
Rolle.
1/3 x (10+x) + 2/3 x 10 ist bei x>0 immer größer als 3/3 x 10.
Wenn Du ein anderes Rechenergebnis bekommst, bitte vorrechnen.
Aber der Wert fällt mit zunehmendem Ausbau. Und darum ging es
ursprünglich, nämlich um die Widerlegung deiner Behauptung einer
positiven Lernkurve.

Gernot
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Peter Mayer
2016-07-26 10:05:45 UTC
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Raw Message
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Post by Peter Mayer
Das ist falsch. Vergütung für PV Anlagen auf Wohngebäuden und
Lärmschutzwänden liegen bis 1 MW Anlagen über 10 Ct/kWh.
Nein. Das ist die Erlösobergrenze für das Marktprämienmodell.Eine feste
Einspeisevergütung gibt es überhaupt nur noch für Anlagen bis 100kWp.
Für Freiflächenanlagen werden derzeit etwa 8Ct/kWh geboten, bei Anlagen
auf Nichtwohngebäuden liegt die Obergrenze für das Marktprämienmodell
bei 8,91Ct/kWh.
Ich habe eine Aussage zu Anlagen auf Wohngebäuden bis 1 MW (gut nach
neusestem EEG vielleicht besser 100 kW) gemacht, zu nichts anderem.
Das stimmt trotzdem nicht, weil der Wert beim Marktprämienmodell nur
eine Obergrenze darstellt.
Vielleicht solltest Du mal ins EEg schauen. Es gibt nicht nur das
Marktprämienmodell. Das Marktprämienmodell hast Du an dieser Stelle in
die Diskussion eingebracht, nicht ich.
Es betrifft alle Anlagen über 100MW und praktisch alle WKA.
Das weiß ich. Davon habe ich allerdings nicht gesprochen, sondern
ausdrücklich von Anlagen kleiner 100 MW.
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
https://www.energieatlas.bayern.de/thema_sonne/photovoltaik/daten.html
1323 kWh à 12,31 ct/kWh + 5228 kWh à 11,34 ((11,97+10,71)/2) + 3758 kWh
à 8 ct/kWh ergibt eine mittlere Einspeisevergütung von 10,25 ct/kWh.
Bayern ist nicht Deutschland.
Bring bessere Zahlen oder beweise, dass *zwangsläufig* die mittlere
Einspeisevergütung unter 10 ct/kWh liegt.
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Deine Fehler liegen darin, dass Du nicht liest, auf was Du antwortest.
Das Beispiel kam von Gunnar. Gunnar hatte als Vorgabe 10 ct/kWh und
Börsenpreis von 0ct/kWh.
Ja, für die EE.
??? Haben die EE einen anderen Börsenpreis als die konventionellen oder
was meinst Du?
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Wenn Du Deine eigenen Szenarien diskutieren möchtest, nur zu, aber bitte
nicht als Antwort auf ein völlig anderes Szenatio.
Ansonsten liegt Dein Fehler in Deinem Beispiel darin, dass Du bei den
Kosten für EE Strom die Börsenerlöse unter den Tisch fallen gelassen hast.
Der spielt auch keine Rolle, solange man von den Exporten absieht. Die
10 Ct/kWh beinhalten die gesamten vom Verbraucher zu bezahlenden Kosten.
Die fehlenden Börsenerlöse bezogen sich auf die "Gesamtkosten für die EE
von 24 Mrd"

Zu Deiner Gleichung:
|Ersetzen wir die Hälfte des konventionellen Stroms durch EE zu 10Ct/kWh
|erhalten wir
|(13,7*175 + 10*175 + 2,5*175) / 525 = 8,73Ct/kWh.

wieso die Hälfte des konventionellen Stroms? Hier verbiegst Du mal
wieder das Szenario 100% Ausbau willkürlich, nur um Recht zu haben.

100% Ausbau:
(13,7*175 + 10*350 + 2,5*175) / 525 = 12,07Ct/kWh
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
40GWp erzeugen im Jahr ca. 40 TWh Strom. Die Betreiber erhalten 20 Jahre
lang 3,6 Mrd Euro.
Dann bist du immer noch bei 1Ct/kWh.
aber nicht bei 2 Mrd pro Jahr sondern fast beim Doppelten. Wie kommt es
nur, dass die EE-Lobby sich immer nur in eine Richtung verrechnet.
Erstens bin ich keine Lobby und zweitens war das eine
Grenzwertabschätzung die näherungsweise realisiert wäre, wenn der Ausbau
vollständig durch Großanlagen mit Ausschreibungsverfahren realisiert würde.
Du hast eine Anlage steckerfertig montiert zu 1.000 Euro pro kWp
konzipiert. Das ist preislich schon sehr ambitioniert. Du hast
Wartungskosten, Grundstücksmiete, Finanzierungskosten,
Instanthaltungskosten, Versicherungen und Gewinn völlig außen vor gelassen.
Post by Gernot Griese
Post by Peter Mayer
Nein, Du machst immer noch den gleichen Fehler. Du hast Dein eigenes
Szenario im Kopf und list nicht auf was Du antwortest. Ansonsten spielt
die exakte Höhe, ob 20, 16 oder 25 ct/kWh für die Argumentation keine
Rolle.
1/3 x (10+x) + 2/3 x 10 ist bei x>0 immer größer als 3/3 x 10.
Wenn Du ein anderes Rechenergebnis bekommst, bitte vorrechnen.
Aber der Wert fällt mit zunehmendem Ausbau. Und darum ging es
ursprünglich, nämlich um die Widerlegung deiner Behauptung einer
positiven Lernkurve.
Die negative Lernkurve war auch nur eine Übertreibung, um darzulegen,
dass entgegen allen anders lautenden Versprechungen die EEG-Umlage nicht
fällt sondern steigt. Im weiteren Diskussionsverlauf ging es darum, dass
die EEG Umlage in absehbarer Zeit bei gleichzeitigem 100% Ausbau) nicht
oder nicht wesentlich fällt, und dass selbst bei 100% Ausbau die Umlage
nur langsam fallen wird.

Gruß Peter

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